Presse-Information vom 18.10.2020

„Erfolgswelle“ bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften (IDM) im Schwimmen

Annika Lekon und Johanna Heidemann überzeugen in Berlin

Ungewöhnlich, weil zwar mit einem Livestream zu verfolgen, ansonsten aber weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit und einem minimalistischen Betreuerfeld, ungewöhnlich, weil aufgrund der Pandemie „nur“ rund 140 Athleten aus 11 Nationen um Qualifikationsnormen für die Paralympics in Tokio 2021, um Kadernormen und Bestzeiten schwammen – und ungewöhnlich, weil zwei Schwimmerinnen, die für den BSG Espelkamp an den Start gingen, ungewöhnlich erfolgreich waren!

Johanna Heidemann hatte sich in der Offenen Klasse für sieben Starts über die Freistil- und Bruststrecken qualifiziert. Auf allen Strecken zeigte die 21jährige Stemwederin eine couragierte Leistung – und krönte ihren Auftritt in Berlin mit zwei Medaillen in den Vormittagsrennen in ihrer Startklasse! Nachdem sie bereits am ersten Tag Silber über 100m Brust gewonnen hatte, sicherte sie sich am vorletzten Tag über die 400m Freistil sogar die Goldmedaille – eine verdiente Belohnung für ihren jahrelangen Trainingseinsatz!

Annika Lekon hatte sich in Absprache mit den Heimtrainern und dem Landestrainer Felix Haffke mit 9 Starts ein Mammutprogramm vorgenommen – und durch die Qualifikation für gleich 8 Finals weitete sie dieses Programm sogar noch aus! Sowohl in ihrer Altersklasse (Jugend A) als auch in ihrer Startklasse konnte sie bereits in den Vorläufen mit Bestzeiten auf allen Strecken auf Medaillenfang gehen. Gold über 200m Freistil, Silber über 50m Schmetterling, dazu zweimal Bronze über 100m und 400m Freistil lautete die Bilanz, bevor es in den Finals in den Nachmittagsabschnitten nochmals richtig zur Sache ging. Obwohl über 200m Freistil und 50m Schmetterling sportlich eigentlich sogar für das A-Finale qualifiziert, raubte ihr die für dieses Jahr angesetzte, coronabedingt aber ausgefallene Internationale Klassifikation diese Chance. So standen für die Landeskaderathletin sieben B-Finals und ein Jugendfinale auf dem Programm. Schrammte die 17jährige Stemwederin über 50m, 200m und 400m Freistil sowie über die kurzen Rückenstrecken in den Finals noch knapp an den Medaillenrängen vorbei, holte sie sich gleich 4 Bronzemedaillen in der Nationalen Jugendwertung! Die begehrten Medaillen in Form einer kleinen Welle gab es über 100m Schmetterling, 100m Freistil in stark verbesserten 1.12,86min, 200m Lagen und 50m Schmetterling. Völlig unerwartet brachte Annika die Pulverisierung ihrer Bestzeit über 50m Schmetterling um mehr als 3 Sekunden im letzten Rennen dann sogar noch eine große Berliner „Erfolgswelle“, eine Bronzemedaille in der Internationalen Jugendwertung! So ganz nebenbei bestätigte Lekon mit ihren Leistungen die geforderten Normen für den Nachwuchs-Bundeskader erneut!

Die Ergebnisse beider Schwimmerinnen können in diesem ungewöhnlichen Jahr nicht hoch genug bewertet werden – konnten sie doch im Konzert der großen deutschen Para-Schwimmvereine trotz deutlich schlechterer Trainingsbedingungen gleich mehrere Ausrufezeichen setzen!

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Weitere interessante Artikel können in den Zeitungen Neue Westfälische und Westfalenblatt gefunden werden.